Materialkunde

"Anröchter Stein" ist ein Schwerpunkt unseres Lieferprogramms.

Der Steinbruch im Ortsteil Klieve ist bekannt durch sehr gute Materialqualität. In ca. 15 Metern Tiefe stößt man auf die Werksteinbänke. Diese ca. zwei Meter hohen Schichten unterscheiden sich in eine obere "blaue" und eine untere "grüne" Lage, entsprechend dem "Klieverblau" und dem "Klievergrün".

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9 steinbruch close05Anröchte war bereits im Mittelalter weithin bekannt für den Steinabbau. Der Stein entstand vor ca. 120 Millionen Jahren. Seine  Farbe verdankt er dem Mineral Glaukonit.  Weitere Bestandteile sind Quarz und Karbonate. Glaukonit liefert gleichzeitig Hinweise auf die Entstehungsgeschichte des Kalksandsteins. Dieses Mineral entstand am Meeresgrund des Urmeeres in geringer und deshalb warmer Wassertiefe, einem idealen Lebensraum für Tiere und Pflanzen jeglicher Art.

 

So formte sich der Stein durch Ablagerungen am Grund des Urmeeres. Die in den Ablagerungen verewigten Fossilien wie Schnecken- und Muschelgehäuse, Seeigel Schwämme, Korallen, mikroskopisch kleine Lebewesen und Pflanzenreste verleihen dem Anröchter Stein sein lebendiges Aussehen.

 

 

 

 

Oberflächenveredelung

  • Default
  • Title
  • Date
  • Random
  • geflammt
  • gebürstet
  • gestrahlt
  • gestockt
  • geschliffen

 und weitere handwerkliche Bearbeitungen

 

Lieferprogramm

Wir liefern Rohmaterial und Halb- und Fertigprodukte für die Weiterverarbeitung oder zum Endverbrauch.

1. Unmaßplatten

2. Bodenplatten / Fliesen

Stärken:
1,0 / 1,3 / 1,8 / 3,0 / 4,0 cm

Formate:
30 x 30 / 40 x 40 / 60 x 30 / 50 x 50 / 60 x 40 / 60 x 60 / 80 x 80 / 100 x 100 cm

Bahnen:
25 / 30 / 35 / 40 / 50 / 60 cm breit

3. Sockelleisten 7/1 cm

4. Treppenstufen, Fensterbänke, Wandverkleidungen, Umrahmungen

5. Arbeitsplatten, Waschtischplatten

6. Kaminverkleidungen, Einrichtungsgegenstände

7. Werkstücke für Grabgestaltungen

8. GaLaBau Produkte

Technische Daten für Klieverblau

Gewicht : 2.500 kg/m³
spezifisches Gewicht im Mittel
Trockenrohdichte nach DIN EN 1936:
2,585 g/cm³
Biegefestigkeit nach DIN EN 12372:
26,7 N/mm²
Druckfestigkeit nach DIN EN 1926:
153,4 N/mm²
Ausbruchlast am Ankerdorn nach DIN EN 13364:
2340 N
Frostbeständigkeit nach DIN EN 12371 (12 FTW):
keine Veränderungen sichtbar
Wasseraufnahme, massebezogen nach DIN EN 13755:
2,13 %
Wasseraufnahme,volumenbezogen nach DIN 13755:
5,38 %
Abriebwiderstand (capon) nach DIN EN 1341:
19,3 mm
Rutschhemmung nach DIN 51130 Bewertungsgruppe R9
Rutschhemmung nach DIN EN 1341 und DIN EN 1342 (Nassverfahren):
33 SRT-einheiten

 Technische Daten für Klievergrün

Gewicht : 2.500 kg/m³
spezifisches Gewicht im Mittel
Trockenrohdichte nach DIN EN 1936:
2,462 g/cm³
Biegefestigkeit nach DIN EN 12372:
21,9 N/mm²
Druckfestigkeit nach DIN EN 1926:
112,4 N/mm²
Ausbruchlast am Ankerdorn nach DIN EN 13364:
2330 N
Frostbeständigkeit nach DIN EN 12371 (12 FTW):
keine Veränderungen sichtbar
Wasseraufnahme, massebezogen nach DIN EN 13755:
3,53 %
Wasseraufnahme,volumenbezogen nach DIN 13755:
8,67 %
Abriebwiderstand (capon) nach DIN EN 1341:
19,8 mm
Rutschhemmung nach DIN 51130 Bewertungsgruppe R10
Rutschhemmung nach DIN EN 1341 und DIN EN 1342 (Nassverfahren):
48 SRT-Einheiten

Anröchter Verlegerichtlinien

Folgende Firmen bieten geprüfte Verlegesysteme an:

MAPEI GmbH, 63906 Erlenbach, Tel. 09372 - 989 50
www.mapei.de
Produkte der Fa. MAPEI

Wolfgang Endress GmbH & Co. KG, 90542 Eckental-Eschenau,
Tel. 09126 - 2596-0
www.graefix.de
Verlegeprodukte der Fa. Endress-graefix

 

 

 

Pflege & Reinigung

Anröcher Stein ist relativ leicht zu reinigen, wenn man einige Grundsätze beachtet. Absolut verboten sind saure Reinigungsmittel, wie z. B. Essigreiniger, WC – Reiniger, Zementschleierentferner oder entkalkende Mittel. Hochalkalische Produkte, wie z. B. „Grüne Seife“ oder professionelle Grundreiniger, die auf Natronlauge oder Kalilauge basieren sind ebenfalls generell nicht zugelassen. Hochgradige Lösemittel, wie Benzin oder Terpentin entfernen u. a. die Pflegeschichten und können zu einer starken Aufhellung führen. Die beste Reinigung erfolgt mit einem klassischen Seifenreiniger. Imprägnierungsmittel oder Farbtonvertiefer werden gerne nach der Grundreinigung zur sogenannten „Erststeinpflege“ eingesetzt.
Wir verweisen auf die Reinigungs- und Pflegeprodukte der Firmen Lithofin www.lithofin.de und Möller Chemie www.moellerstonecare.eu